Bewirtschaftung:
Bis 1962 war der Hof
ein reiner Milchviehbetrieb
mit Wald und etwas Ackerland.

Mit dem Wegfall der Milchwirtschaft wurden die acht Dienstleute auf zwei beschränkt.
In den Jahren bis 1979 wurden am Betrieb nur wenig Masttiere gehalten, um die Schlempe (siehe unter Kartoffeln) an sie zu verfüttern.
1977 wurde die zweite Hälfte des Stalls zum Boxenlaufstall umgebaut. Somit konnte die Bullenmast auf 80 Stiere und 27 Kälber aufgestockt werden. Von da an arbeiteten lediglich die Großeltern und die Betriebsleiter in der Landwirtschaft.
Zudem wurde der Kartoffelanbau auf Direktverkauf umgestellt und vor allem die Lagerung ausgebaut.
Zur Aufbesserung der Kasse begann 1994 Antonie die Mitarbeit bei einem Schmankerlservice.
Seit 1998 wurde die Bullenmast auf den Eigenbedarf eingeschränkt, da der Verkauf der Bullen nicht mehr rentabel war.


Der Hof wurde erstmals urkundlich erwähnt, als ihn Balthasar Riedler, ein Münchner Bürger, an das Domkapitel in Freising verkaufte. Am 26.11.1462 stifteten Johannes Symon, Dechant, das gesamte Domkapitel zu Freising sowie die Kirchpröbste und die Gemeinde der Filialkirche St. Margareth in Altkirchen eine ewige Messe und Kaplanei, die sie reich ausstatteten. Zu dieser Messstiftung gehörte auch der „Arnhofer“, der bis zur Säkularisation der St. Maragreth Kirche grunddienstbar war.
Die bäuerlichen Besitzer des Hofes werden erst ab 1517 namentlich genannt. Die Familiennamen wechselten dann mehrmals von Ernhoffer, Arnhover über Zistl zu Handschuher.1848 heiratete Barbara Handschuher einen Max Brunner. Seit dieser Eheschliessung ist der Familienname „Brunner“ am Hof unverändert. 1745 kauften die „Arnhofers“ das Maurergütel dazu, um das Anwesen als Austragswohnung zu nehmen. Damaliger Standort gegenüber vom „Kramer“, jetzige Werkstatt und Garagen.
24.02.1842 wurde der Gamshof dazugekauft. Das Wohnhaus wurde wegen Baufälligkeit einige Jahre später abgebrochen. Der Gamsstadl diente bis 1964 als Jungviehstadel, danach musste er abgerissen werden, um dem neuen Lagerhaus der Raiffeisenbank Platz zu machen.
Um 1900 kam als letztes das Wimbauernanwesen zum Arnhofer.